BRANCHE MIT ZUKUNFT

Flexible Verpackungen und Servietten

Wachsende Branche

Die Verpackungsindustrie zählt zu den internationalen Wachstumsbranchen. Innerhalb des Wirtschaftszweiges besitzt insbesondere die Industrie der flexiblen Verpackungen die Aussichten auf ein weiterhin kräftiges Wachstum. So erwartet das renommierte Marktforschungsinstitut PIRA für flexible Verpackungen eine Zunahme der Produktion innerhalb der nächsten vier Jahre um rund 3,5 % jährlich. Gerade in Asien liegt ein enormes Potential der Branche.

Die Verpackungsindustrie, insbesondere die lebensmittelorientierte, ist relativ konjunkturunabhängig. Der Trend zur Selbstbedienung – der weltweit steigt – hat positive Auswirkungen auf die weiteren Entwicklungen der Verpackungsmärkte und stützt ihr Wachstum. Ein verändertes Verbraucherverhalten und ein zunehmender Snack- und Fast-Food-Bedarf sorgen für eine steigende Nachfrage an verkleinerten Verpackungseinheiten.

Zukünftig werden gerade folgende Punkte eine zunehmende Bedeutung innerhalb der Verpackungsindustrie erlangen: Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowie die beständige Produkt- und Prozessinnovation, eine internationale Expansion und Kooperationen zwischen einzelnen Unternehmen.

Fortschritte in der Herstellung intelligenter bzw. aktiver Verpackungen werden künftig positive Auswirkungen auf das weitere Wachstum der Branche haben. Auch in der Recyclebarkeit und in der Nutzung biobasierter Kunststoffe liegen aussichtsreiche Möglichkeiten. Darüber hinaus sorgen auch praktische Eigenschaften der Verpackung, etwa ihr leichtes Öffnen, ihre optimalen Barriereeigenschaften und ihre Haltbarkeit für einen weiteren Wachstumsschub.

Verpackungen schaffen sichere Arbeitsplätze

Unverzichtbare Beiträge innerhalb der Gesamtwirtschaft erbringen die deutschen Hersteller von flexiblen Verpackungen und die Produzenten von Servietten und Tischdecken aus Zellstoff. Der Wirtschaftszweig übernimmt damit eine ausgeprägte soziale und gesellschaftliche Verantwortung: So bietet die Branche zukunftsfähige Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Über 5.000 Menschen können hier beschäftigt werden. Gerade für junge Menschen bieten die zahlreichen Ausbildungsplätze vielfältige Möglichkeiten. Die diversen technischen und kaufmännischen Berufe sind nicht nur abwechslungsreich und spannend, sondern stellen auch eine zukunftsorientierte Sicherheit dar.

Die vielseitigen Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote sorgen darüber hinaus für eine kontinuierliche Steigerung der Mitarbeiterqualifikation. Die meisten der Unternehmen sind mittelständische Familienbetriebe. Viele von ihnen können auf eine mehr als 100-jährige Firmengeschichte zurückblicken.

Flexible Verpackungen

Flexible Verpackungen als Begleiter des Alltags.

Wer kennt sie nicht von Einkauf und täglichem Gebrauch? Brötchentüten, Papier- und Kunststoff-Tragetaschen, Süßwaren- und Snackverpackungen, Mehl- und Zuckerbeutel, Versandtaschen und Format-, Pack-, Wickel- und Geschenkpapiere.

Aus Kunststoff, Papier und einer Kombination beider Materialien stellen die Unternehmen der Branche Tüten, Beutel, Tragetaschen und Automatenrollen her. Diese als „flexible Verpackungen“ bezeichneten Produkte passen sich in ihrer Form dem Füllgut an. Die äußerst leichten Verpackungen benötigen nur einen geringen Rohstoffeinsatz. Außerdem gewährleisten ausgearbeitete Materialkombinationen den optimalen Schutz des Füllguts.

Als industrielle Vorverpackungen gelangen die flexiblen Verpackungen befüllt in den Handel. Die Befüllung von Serviceverpackungen, wie z.B. die der Brötchentüte, erfolgt wiederum erst an der Ladentheke. Flexible Serviceverpackungen wie Tragetaschen und Beutel finden in nahezu allen Handelsbereichen Verwendung. So z.B. im Lebensmitteleinzelhandel (z.B. in Bäckereien und Metzgereien) und im Textilhandel.

Die überwiegend mittelständisch strukturierte Branche erzielte im Jahr 2014 einen Umsatz von 1,85 Milliarden Euro. Eine wichtige Stellung kommt dabei dem Bereich der Nahrungs- und Genussmittel zu. 80% der flexiblen industriellen Vorverpackungen aus Papier, Kunststoff und Verbunden werden hier eingesetzt. Rund 10% verpacken medizinische und pharmazeutische Produkte. Nur rund 5% werden für industrielle Erzeugnisse gebraucht. Ein Alltag ohne das Nutzen flexibler Verpackungen ist nicht mehr vorstellbar.

Flexible Verpackungen – lösen viele Probleme der Zukunft.

Ressourcen schonen

Schutz und Schonung der natürlichen Ressourcen sind grundlegende Maßgaben für die Herstellung flexibler Verpackungen. So zeichnet ein besonders sparsamer Materialeinsatz die flexiblen Verpackungen aus. Die Papiere und Kunststoff-Folien, die zu ihrer Herstellung eingesetzt werden, sind äußerst dünn und leicht. Und: Auch nach ihrem Einsatz als Verpackungsmaterial gehen die Ressourcen nicht verloren. Sammeln wir geleerte Papier-Verpackungen über die Papiertonne und geleerte Kunststoff- oder Verbundverpackungen über den Gelben Sack, können sie sortiert und ihrer weiteren Verwertung zugeführt werden.

Papier besteht aus einem nachwachsenden Rohstoff, aus Holz. Dank nachhaltiger Forstwirtschaft ist es in ausreichender Menge vorhanden. Es wachsen sogar mehr Bäume nach, als gefällt werden. Nicht nur Frischfaser wird für die Herstellung flexibler Papierverpackungen benötigt. Insbesondere Altpapier bildet eine passende Alternative. Werden die flexiblen Verpackungen im Lebensmittelbereich eingesetzt, werden besonders hohe Anforderungen an das Altpapier gestellt. Dann werden Altpapiere wiederverwertet, die bereits während des Herstellungsprozesses entstehen: Altpapiere solcher Art werden als ‚Pre-Consumer-Waste‘ bezeichnet.

Ein hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis zeichnet den Kunststoffeinsatz aus. Die für Verpackungen benötigten Kunststoffe werden in Westeuropa überwiegend aus Erdöl hergestellt. Es werden allerdings lediglich 1,5% des gesamten Erdölverbrauchs für Kunststoffverpackungen benötigt. Über 90% des Öls werden hingegen verbrannt: als Treibstoff für Transport- und Verkehrsmittel, für Gebäudeheizungen oder -kühlungen und zur Erzeugung von Elektrizität. Die Herstellung von Kunststoffen erfolgt nicht durch die Verbrennung des fossilen Rohstoffes, sondern durch dessen nachhaltige Nutzung. Moderne Herstellungsverfahren garantieren eine hohe Ressourceneffizienz der Kunststoffrohstoffe. Der Weg, den die Folie während ihrer Verarbeitung zur Verpackung geht, wird mit geringen Emissionen beschritten. Ein deutlich höherer Energieverbrauch würde sich hingegen durch den Verzicht auf Kunststoff in Verpackungen einstellen.

Durch die spezifischen Eigenschaften der beiden Rohstoffe und durch ihre effektive Kombination können bereits im Herstellungsprozess die optimalen Bedingungen für das jeweilige Füllgut geschaffen werden. So entsteht die ideale Verpackung für den jeweiligen Einsatzzweck.

Nachwachsender Rohstoff

Papier besteht aus einem nachwachsenden Rohstoff. Dank nachhaltiger Forstwirtschaft ist der Rohstoff in ausreichender Menge vorhanden und es wächst mehr Holz nach, als eingeschlagen wird. Flexible Papierverpackungen werden nicht nur aus Frischfaser hergestellt, sondern auch aus Altpapier. Werden die flexiblen Verpackungen im Lebensmittelbereich eingesetzt, werden besonders hohe Anforderungen an das Altpapier gestellt. In der Regel werden dann Altpapiere eingesetzt, die bereits während des Herstellungsprozesses entstehen (Pre-Consumer-Waste).

Lebensmittel schützen

Verpackungen sind notwendig. Denn sie sind es, die die moderne Warenverteilung und damit die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln möglich machen: Verpackungen schützen die Lebensmittel und schaffen die Voraussetzungen für ihre Lagerung und ihren Transport. Zugleich sind sie die Träger der Produktinformationen, womit sie die Kommunikationsfunktion in der Vermittlung zwischen Produzent und Kunde übernehmen.

Nur durch eine optimale Verpackung kann die Haltbarkeit vieler Lebensmittel bis zu ihrem Verzehr gesichert werden. Bevorratung und Einkauf werden dadurch wesentlich vereinfacht. Aber nicht nur praktisch ist der Einkauf durch die modernen Verpackungen geworden: Besonders erfreulich ist die erfolgreiche Verminderung des Verlusts an Lebensmitteln. Damit leisten sie einen erheblichen Beitrag zur globalen Ressourcenschonung.

In der öffentlichen Diskussion werden Verpackungen allerdings oft auf den vermeintlichen Müll reduziert, den sie produzieren. Tatsache ist hingegen, dass Verpackungen weit mehr Abfälle verhindern als sie verursachen. Aufgrund ungenügender Verpackungen beschädigte Lebensmittel sind unverkäuflich – 100% der Ressourcen, die zur Erzeugung der Lebensmittel eingesetzt wurden, sind in diesem Fall vergeudet. Werden die Lebensmittel hingegen durch eine sorgfältige Verpackung geschützt, wird der Abfall bedeutend reduziert. Damit leisten Verpackungen den dringend erforderlichen Beitrag zur Ressourcenschonung und Vermeidung von CO2-Emissionen. Wertvolle Energie-, Land- und Wasserressourcen können geschont werden. Das erscheint gerade in einer Zeit, in der die gravierenden Folgen globaler Umweltprobleme immer deutlicher spürbar werden, als eine unumgängliche Maßnahme.

Verpackungen erfüllen vielfältige Aufgaben. Doch das Vermeiden quantitativer und qualitativer Lebensmittelverluste ist eine der Wichtigsten. Die Güte eines Lebensmittels bis zur Verwendung konstant zu halten, stellt eine hochkomplexe Angelegenheit dar:
Zunächst ist es wichtig, die Lebensmittel vor mechanischen Schäden zu schützen, die bei Verladung und Transport entstehen können. Hinzu kommt die klimatische Beanspruchung, der die Verpackung standhalten muss. So kann sie die Lebensmittel vor den Auswirkungen schützen, die etwa Wasserdampf, Sauerstoff und starker Lichteinfall auf sie nehmen würden. Auch dem Verlust ihrer Aromen und Düfte und der Beeinträchtigung durch Fremdgerüche kann die Verpackung etwas entgegensetzen. Darüber hinaus schützt sie vor dem Eindringen tierischer Schädlinge und Organismen.

Fehlt der Schutz durch eine geeignete Verpackung, hat das gravierende Folgen: Derzeit wird etwa ein Drittel aller für den menschlichen Verzehr produzierter Nahrungsmittel weggeworfen oder geht verloren. Das entspricht 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. Verpackungen können einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion der enormen Menge an verlorenen Lebensmitteln leisten.

Abfälle verhindern

Eine große Rolle spielt die Verpackung auch bei der Vermeidung von Lebensmittelverlusten. Ein Drittel aller für den menschlichen Verzehr produzierten Nahrungsmittel wird weltweit weggeworfen oder geht verloren. Dies entspricht 1,3 Mrd. Tonnen/Jahr. Verpackungen können entscheidend dazu beitragen, diese Menge zu reduzieren. In der öffentlichen Diskussion werden Verpackungen aber oft auf Verpackungsmüll reduziert. Tatsache ist aber, dass Verpackungen weit mehr Abfälle verhindern als sie verursachen. Durch ungenügende Verpackungen beschädigte Lebensmittel sind unverkäuflich – 100% der Ressourcen, die zur Erzeugung der Lebensmittel eingesetzt wurden, sind in diesem Fall vergeudet. Ohne Verpackungen wären die Lebensmittelverluste deutlich höher. Dadurch werden wertvolle Energie-, Land- und Wasserressourcen geschont.

Alltag erleichtern

Innerhalb der letzten 50 Jahre hat sich die Verpackung von Lebensmitteln stark verändert. Das hängt mit der verbreiteten Selbstbedienung während des Einkaufs zusammen. Diese ist an die Stelle des Bedienungsverkaufs getreten. Sie hat sowohl den Bedarf an Verpackungen steigen, als auch ihre Funktion vielfältiger werden lassen.

Großgebinde hatten eine Portionierung von Hand mittels Schaufel und Abwiegen erfordert. Jetzt aber wird die Ware durch eine kleinteilige Verpackung vor Verunreinigungen geschützt: Kontamination ist nahezu ausgeschlossen. Der Anteil an verdorbenen Lebensmitteln wird damit in hohem Maße reduziert.

Die Rückkehr zum alten Bediengeschäft – und der damit einhergehende Mangel an Lebensmittelhygiene – würde zu einem höheren Verlust an Lebensmitteln führen. Zudem käme es zu einem Anstieg der Verkaufspreise um über 5%.

Durch die modernen Verpackungen trifft die Ware in bester Qualität beim Konsumenten ein. Wichtige Produktinformationen sind auf ihr vermerkt. Zusätzlich erlaubt die Verpackung ein leichtes Öffnen und macht bei Bedarf das erneute Verschließen und sichere Aufbewahren der Ware möglich.

Ein weiterer positiver Effekt: Die Selbstbedienung, die durch die modernen Verpackungen ermöglicht wird, minimiert den Zeitaufwand des Einkaufs. Das ist insbesondere im Hinblick auf die verbreitete Doppelbelastung der Konsumenten, Beruf und Haushalt in Einklang zu bringen, eine wertvolle Entwicklung.

SERVIETTEN

Hygienisch und dekorativ - hergestellt aus nachwachsendem Rohstoff.

Die Branche der Papierservietten-Industrie ist mittelständisch strukturiert. In 2016 produzierten die deutschen Hersteller Papierservietten im Wert von über 300 Mio. Euro. Die Branche ist sehr international ausgerichtet und ist für qualitativ hochwertigste Papierservietten weltweit bekannt. Weit über 50% der Produktion wird exportiert. Die Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine breite Produktpalette aus.

Servietten aus Papier – der Herstellungsprozess

Schritt 1

Der Zellstoff wird in der Papiermühle zu Tissue verarbeitet.

Schritt 2

Für die Farbgebung werden ausschließlich wasserbasierte Färbemittel und Druckfarben eingesetzt.

Schritt 3

Bei mehrlagigem Material werden die Lagen
miteinander verprägt.

Schritt 4

Die Bahn wird gefaltet und dann zu einzelnen Servietten geschnitten.

Schritt 5

Abschließend laufen die Servietten in eine Packmaschine, wo sie in Folie verschweißt werden.